RH #235Krach von der Basis

KOLDBORN

666? 2:18! - Krach von der Basis

Mit einer unglaublichen Leichtfüßigkeit prügeln sich KOLDBORN auf „The Uncanny Valley“ durch brutalen, unstumpfen, aber nie zu kopflastigen Death Metal mit einer verdammt geilen Thrash-Kante. Das Resultat ist ein hoch energischer Extremismus-Orkan, der überraschenderweise von der Band regelrecht am Reißbrett designt wurde.

Auskunft gibt Gitarrist Henrik B. Jacobsen, der auch in den Diensten von Hatesphere lärmt und auf den nicht gerade alltäglichen Spitznamen Heinz hört. Wie kann man sich als Däne freiwillig so nennen?

»Auf die Idee kam unser Drummer Rasmus (lacht). Wir waren vor einiger Zeit richtig besoffen, und er fing ohne jeden Grund an, mich Heinz zu nennen. Der Name ist irgendwie hängen geblieben.«

In Deutschland heißen eigentlich nur alte Opas und jüngere Menschen mit geschmackstoten Eltern Heinz.

»Stimmt. Bei euch wird man immer etwas schief angeguckt. Aber wenn wir auf Tour sind, können sich viele Leute den Namen Hendrik nicht merken. Heinz ist hingegen international verständlich, schon wegen des Ketchups.«

Kommst du mit KOLDBORN und Hatesphere finanziell über die Runden, oder jobbst du nebenbei?

»Ich muss nach wie vor arbeiten und verkaufe Versicherungen.«

Oh je, so richtig mit Schlips und Kragen?

»Nein, zum Glück nicht. Ich mache das nur am Telefon. Und das Geld ist gut. Ich sitze in meinem Metal-Shirt am Schreibtisch und rufe Leute an. Mein Boss ist ebenfalls Metal-Fan. Immer wenn ich auf Tour gehen möchte, gibt er mir coolerweise frei.«

Ihr habt...

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