RH #235Interview

ISIS

Totale Überwachung

Als eine rätselhafte Band, die hoch spannende Sound-Wolkenkratzer mit Gänsehaut-Atmosphäre errichtet, haben ISIS binnen kürzester Zeit weltweit die Herzen im Sturm genommen. Bewegten sich die Amerikaner vor zwei Jahren noch im tiefsten Underground, wird ihr Schaffen mittlerweile von großem Publikum angebetet. Wir sprachen mit dem 28-jährigen Sänger und Gitarristen Aaron Turner.

Aaron, würdest du mir zustimmen, dass euer Vorgängeralbum „Panopticon“ wie eine Aussicht von oben wirkte und „In The Absence Of Truth“ eher einen Blick in Details offenbart?

»Das kann man grob so sagen. Unser neues Album ist möglicherweise etwas feingliedriger, verspielter geworden. Wir haben uns intensiver mit kleineren Details befasst und weniger große Soundteppiche erschaffen.«

Ein Gefängnisgebäude, in dem der unsichtbare Wächter einen Überblick auf alle Inhaftierten hat, ein Gebäude im Allgemeinen oder die totale Observation der Welt: Was sollte der Albumtitel „Panopticon“ eigentlich ausdrücken?

»Alles, was du genannt hast - und noch weitaus mehr. Es geht um Überwachung und die damit verbundene Unmündigkeit und Versklavung von Menschen. Außerdem richten wir unseren Blick auf die Geschichte der Menschheit, in der es ständig Bevormundung gab. An ein Panoptikum erinnert auch die Regierung Bush, die die Gefahr des Terrorismus missbraucht, um ein latentes Klima der Angst zu schüren. Dieses künstlich erzeugte Klima dient Bush zur Durchsetzung von Überwachungsgesetzen und vor allem von Kriegen. Wenn...

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