RH #232Interview

STONE SOUR

Straße ins Nirgendwo

Anfangs wurden STONE SOUR als Namedropping-Nebenprojekt von Sänger Corey Taylor und Gitarrist James Root belächelt, mit dem sie sich die Zeit vertreiben, wenn Slipknot gerade pausieren. Spätestens das hochklassige Zweitwerk „Come What(ever) May“, das in unserem letzten Heft zum Album des Monats wurde, und die umfangreichen Tourpläne machen jedoch klar, dass die beiden es mit ihrem anderen Betätigungsfeld verdammt ernst meinen.

Von zahlreichen Kollegen bekam ich im Laufe der Jahre wahre Horrorgeschichten über Interviews mit Slipknot erzählt. Die Palette reicht dabei von kurzfristigen Absagen wegen spontaner Drogentrips über einsilbige Antworten bis zu aggressivem Gepöbel. Das ist jedoch alles Geschichte, wie die Plattenfirma beteuert, und in der Tat entpuppt sich Corey Taylor schnell als umgänglicher Typ mit guten Manieren.

Kurz nach seinem umjubelten Auftritt bei „Rock am Ring“, der gemessen an der Publikumsresonanz etliche Positionen zu früh stattfand, steht er für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung. Er nimmt unaufgefordert seine Sonnenbrille ab, sucht bewusst den Blickkontakt, hört den Fragen aufmerksam zu und antwortet ohne das leider weit verbreitete Phrasengedresche. Ganz offensichtlich ist der Frontmann in den letzten Jahren nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich enorm gereift.

 

Corey, durch die Doppelbelastung mit zwei Bands liegt die eine zwischendurch stets für längere Zeit auf Eis. Der Gig bei „Rock am Ring“ war euer erster seit drei Jahren. Wie hat...

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