RH #232Interview

DEICIDE

Ein bisschen Spaß muss sein!

Bei Glen Benton ist die Altersmilde ausgebrochen. Das ehemalige Ober-Arschloch der Death-Metal-Szene gibt sich anlässlich der Präsentation des brillanten neuen DEICIDE-Albums „The Stench Of Redemption“ höflich und stocknüchtern. Und als wäre das nicht schon spektakulär genug, hat Floridas Satansbraten Nummer eins die Sünde aller Sünden begangen und sich einen bekennenden Christen als Gitarristen an Bord geholt. Was zum Deibel ist los mit dir, Glen?

Benton lacht nur. Er sitzt mit Drummer Steve Asheim in der Lobby eines Londoner Hotels. Beide sind erst vor wenigen Stunden aus Florida eingetroffen. Steve hat Pupillen wie Wagenräder, was wir jetzt mal eben auf den Jetlag schieben. Glen guckt freundlich in die Runde, trinkt Kaffee, ist frisch geduscht (was er laut Steve auch »unbedingt nötig« hatte) und duftet ganz unpassend zum Titel der neuen Scheibe wie eine Mischung aus Blumenwiese und Puff.

„The Stench Of Redemption“ begeistert vor allem durch die technisch überragende und vielseitige Gitarrenarbeit des neuen Sechssaiter-Duos Jack Owen (ex-Cannibal-Corpse) und Ralph Santolla (u.a. ex-Iced-Earth und -Death), das die Nachfolge der ausgestiegenen Brüder Eric und Brian Hoffman antrat. Beide sind eine überraschende Wahl. Jack begründete seinen Abgang bei Cannibal Corpse nicht zuletzt mit dem Fakt, dass er keinen Bock mehr auf Death Metal habe, und Ralph hat sich kürzlich als gläubiger Katholik geoutet. Dennoch spielt Jack nun weiterhin derbsten Death Metal, und Ralph schließt sich...

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