RH #232Interview

WOLFMOTHER

Etwas Gutes für den Kosmos

Sie sind die größte Rock-Sensation des Jahres. Sie kommen aus Australien. Und nein, sie klingen weder nach AC/DC noch nach schlaffem „The“-Band-Gerödel.

Was einem seit der Jahrtausendwende als „total authentischer“ Retrorock aufgedrängt wird, ist meist entweder substanzloser Garagen-Prä-Punk, dummdreister Stones/Who-Ideenklau oder Zeugs, das in den Dekaden, in denen es angeblich verwurzelt ist, niemand gespielt hat. Peinliche Frisuren, müffelnde Second-Hand-Klamotten und schrammelige Gitarren machen - auch wenn das die blind jede noch so belanglose Trümmertruppe in den siebten Musikhimmel lobkreischende Hype-Presse nach wie vor nicht begreifen will - noch keine gute Retro-Band.

Wie´s richtig geht, zeigen WOLFMOTHER, jene drei hyperkreativen Endzwanziger, die mit ihrem furios untrendigen Mix aus mächtig walzenden Black-Sabbath-Riffs, beeindruckender Led-Zeppelin-Dramatik, schneidenden Robert-Plant-Vocals, ausufernden Soli und wunderbar warmem „War schon schön, in den frühen Achtzigern Kind gewesen zu sein“-Flair raketenartig durchgestartet sind. Ihre grandiose Debüt-CD „Wolfmother“ tummelt sich seit Monaten weltweit in den Charts, hat im heimischen Australien bereits Doppelplatin eingestrichen, und live hinterlässt das Trio mit schöner Regelmäßigkeit kollektive Maulsperren - zuletzt auf dem Hurricane Festival, wo man während des WM-Fegers Deutschland-Schweden das proppenvolle, saunaheiße Zirkuszelt mit einer unglaublich intensiven Show in Ekstase rockte.

»Puh, der...

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