RH #231Interview

MACBETH

Der Tod ist ein Meister aus Ostdeutschland

Oft reiten Metalmusiker alle erdenklichen Klischees und penetrieren mit Plattitüden und Phrasen. In ihren Texten müssen sie allerschlimmste Qualen durchstehen, sind stattdessen jedoch behütet und in Wärme aufgewachsen. Was es tatsächlich bedeutet, durch die Hölle gehen zu müssen und riesige Opfer zu bringen, wissen die thüringischen MACBETH, die vor kurzem ihr gleichnamiges Album veröffentlicht haben. Wir sprachen mit dem 40-jährigen Gitarristen Ralf Klein, Gründungsmitglied der einstigen Kultband der DDR-Metal-Szene.

Ralf, MACBETH wurden 1985 gegründet. Welche Erinnerungen hast du an eure ersten Konzerte, welche alltäglichen Probleme musste eine Heavy-Metal-Band in der DDR meistern?

»Um in der DDR überhaupt irgendwo musizieren zu dürfen, brauchte man eine Spielerlaubnis. Dazu musste man vor einer Jury aus Parteibonzen und Musikpädagogen aufspielen. Diese fällten dann ihr Urteil und bestimmten durch die Einstufung in Grund-, Mittel-, Ober- oder Sonderstufe, welche Gage man nehmen durfte. Wir schafften auf Anhieb eine Oberstufe, weil sich eine 80-jährige Musikdozentin für uns einsetzte, da ihr unser Song ´Bomber´ gefallen hatte. Unsere ersten zwei Konzerte waren noch illegal, sprich: ohne Einstufung. Da bolzten wir unsere Songs nur mit der Backline in den Saal. Wir spielten zur Hälfte eigenes Material sowie Coverversionen von Black Sabbath, Saxon, Motörhead und anderen Größen. Die Leute rasteten völlig aus, und wir bekamen einen Vorgeschmack auf das, was uns erwarten würde,...

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