RH #229Interview

THREAT SIGNAL

Im Angesicht des Todes

Es ist eine dieser Storys, die eigentlich zu schön sind, um wahr zu sein: Die Modern-Metaller THREAT SIGNAL komponierten einen großartigen Song, stellten ihn ohne großen Masterplan ins Netz - und sind mittlerweile drauf und dran, das heißeste Ding des Jahres zu werden. Wir besuchten die fünf jungen Rabauken auf ein Tässchen Ahornsirup in Kanada.

Hamilton/Ontario, gut 60 Kilometer von Toronto entfernt. 700 000 Einwohner leben in dieser alten Stahlstadt, die nicht gerade den Eindruck von blühendem Leben und florierender Wirtschaft erweckt. Die Häuser sind dreckig, der Putz blättert von nahezu sämtlichen Fassaden, und statt globalisierter Gute-Laune-Flagship-Store-Euphorie ist Zurückhaltung angesagt: Selbst das einzige Downtown-Einkaufszentrum beherbergt zum Großteil Second-Hand-Shops und Ramschläden. Hier kann man als Jugendlicher echt nicht viel machen. Man kann nach Toronto fahren, wo Kids wie die Jungs von THREAT SIGNAL den Großteil ihrer CD-Sammlung erstanden haben. Man kann sonntags ins 50 Kilometer entfernte Niagara Falls pilgern, den berühmten Ort, den man um die Niagarafälle herum aufgebaut hat und der nicht nur das kanadische Flitterwochenziel Nummer eins ist, sondern auch so etwas wie ein Disneyland in Stadtform, mit bunten Häusern, bunten Restaurants und bunten Geschäften. Ein Ort ohne Smog und Ruß, eine Erholung von Hamilton, dieser Heimat, gegen die selbst die dreckigsten Ecken des Ruhrgebiets an Wellness-Oasen erinnern. Aber immerhin kann man in Hamilton Bier trinken. Und man kann Heavy Metal machen und sich angepisst geben, obwohl - zumindest im Falle THREAT SIGNAL - alles besser läuft, als man es sich vor ein paar Jahren noch vorgestellt hatte. ...

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