RH #229Interview

GODSMACK

Sehnsucht nach Mutti

Die erfolgreiche Stadion-Tournee mit Metallica wäre fast der Untergang von GODSMACK gewesen: Alkoholprobleme, Angstattacken und fehlender Realitätsbezug warfen Bandkopf Sully Erna komplett aus der Bahn. Erst ein Jahr Bühnenabstinenz half dem kleinen Sänger aus Boston, wieder zu sich selbst zu finden und Kräfte zu sammeln, um mit „Godsmack IV“ das facettenreichste Album seiner Karriere in den Rock-Kosmos zu donnern.

Es ist ein warmer Frühlingstag in New York. Manhattan scheint aus dem Winterschlaf zu erwachen. Durch die Straßen quetschen sich Touristen, am Times Square werden die blinkenden Werbetafeln poliert, und an der Rezeption der „United Stations Radio Networks“ stehen GODSMACK-Frontmann Sully Erna und Schlagzeuger Shannon Larkin, um auf das nächste Interview ihres engen Promotion-Zeitplans zu warten. Eine alteingesessene Moderatorin mit langen grauen Haaren holt die beiden Musiker für die Aufzeichnung einer Radio-Rockshow ab. Das Interview ist schnell vorbei. Standardfragen mit Standardantworten, unkritisch, nett, formatkompatibel in Häppchen serviert.

Die US-Radiostationen, die für eine Band wie GODSMACK enorm wichtig sind, interessieren sich selten für Details. Umso mehr scheint sich Sully Erna auf ein Interview mit der europäischen Presse zu freuen. »Ihr verdammten Europäer wisst immer alles über GODSMACK«, scherzt der kleine Sänger und lässt sich mit seinem Bandkollegen Shannon auf den ungemütlichen Stühlen einer Sprecherkabine des Radiosenders nieder. Trotz seiner...

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