RH #227Krach von der Basis

AJATTARA

The blackest of the black?

Die Zeiten, in denen AJATTARA als Geheimtipp gehandelt wurden, sind nun endlich Geschichte. Die Finnen um Ex-Amorphis Shouter Pasi Kuskinen haben unlängst ihr viertes Album „Äpäre“ aufgenommen und erobern nun die Scharzwurzelszene im Sturm. Viel Schatten, viel rabenschwarze Atmosphäre. Hier hat Licht scheinbar keine Chance. Pasi steht uns Rede und Antwort über das Für und Wider, in einer Black-Metal-Band zu zocken.

»Das neue Album klingt einfach nach AJATTARA. Wir sind uns bewusst, dass man uns mittlerweile ab der ersten Note erkennen kann. Das soll in dieser schnelllebigen Zeit doch etwas heißen, oder? Die Riffs, mein Gesang und die verdammt dunkle Stimmung der Songs machen uns unverwechselbar.«

Ihr werdet im Black-Metal-Underground allerdings noch nicht ganz für voll genommen. Woran mag das liegen?

»Die Szene hat sehr kuriose Gesetze, und komischerweise sind wir einigen Leuten zu langsam. Ich finde aber, dass AJATTARA gerade wegen ihres doomigen Charakters so interessant sind. Welche Black-Metal-Band kann schon richtig langsam spielen? Unsere Fans schätzen die misanthropischen Gedanken, die unsere Songs erzeugen können.«

Mir ist zu Ohren gekommen, dass du in puncto Songwriting ein Tyrann bist, der seinen Mitstreitern kaum Entfaltungsmöglichkeiten gibt. Bist du so ein gefürchteter Egoist?

»Nein, eigentlich nicht. Es mag daran liegen, dass diese Band mein Baby ist und ich für AJATTARA einige Opfer gebracht habe. Es stimmt, dass ich einen Großteil der Songs schreibe, aber...

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