RH #227Interview

WATERDOWN

Wie im falschen Film

Als einzige europäische Band bei Victory, Homebase vieler renommierter Hardcore-, Punk- und Emo-Bands, unter Vertrag zu stehen, ist kein Zuckerschlecken. In Amiland ticken die Uhren eben anders als bei uns. Sagen zumindest WATERDOWN aus dem niedersächsischen Osnabrück, deren drittes, von Donots-Frontmann Ingo Knollmann knackig produziertes Album „All Riot“ unlängst von der Kultschmiede aus Chicago veröffentlicht wurde.

»Einerseits bin ich stolz, auf dem Label zu sein, das Platten von Bands wie Snapcase, Bad Brains, Earth Crisis, Strife und Boysetsfire veröffentlicht hat. Andererseits ist die Arbeit mit Victory manchmal schwierig, weil man nicht einfach mal kurz hinfahren und auf den Tisch hauen kann. Abgesehen davon ist es auch ein Mentalitätsproblem. Deswegen kommt es halt auch öfter mal zu Nickeligkeiten. Letzten Endes machen Victory aber echt gute Arbeit, und für eine deutsche Kapelle haben wir verdammt viele Scheiben verkauft«, meint Basser Christian Kruse, der sich auf der ersten und bislang einzigen US-Tour des Sextetts manchmal wie im falschen Film vorkam.

»Vor allem in den Südstaaten gibt es eine Menge Leute, die mal ein bisschen nachdenken sollten. Was ich auch ätzend finde, ist dieses totale Abgehen in Sachen Jesus. Als wir auf unserer ersten US-Tour als einzige ungläubige Band neben Darkest Hour auf einem Hardcore-Festival aufgetreten sind, war der Laden plötzlich total leer, als wir dran waren. Nach der Show hat unser Merchgirl erzählt, dass sich die Leute vor...

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