RH #226Interview

RETROGRADE

Ein steiniger Weg

Vancouver war schon immer ein gutes Pflaster für zeitgemäßen Rock. Mit RETROGRADE schickt sich nach Default eine weitere Kapelle aus dem Dunstkreis von Nickelback an, die Welt zu erobern.

Dass die vier Kanadier auf ihrem zweiten Album „This Frequency We Share“ ein gerütteltes Maß Eigenständigkeit an den Tag legen, hat der Kapelle bislang eher geschadet als geholfen. Sprich: RETROGRADE (lat.: „sich auf Zurückliegendes beziehen“) sind keine Band für Otto Normalrocker.

»Irgendwie sitzen wir mit unserer Musik etwas zwischen den Stühlen«, betreibt der gebürtige Engländer Toby Hulse (v./g.) Eigenanalyse. »Einerseits schreiben wir durchaus massenkompatible Songs; andererseits sind wir eine ganze Ecke progressiver und rauer als beispielsweise Nickelback. Sogar Rush hätten es heutzutage schwer, Erfolg zu haben, wenn es sie nicht schon so lange geben würde. Dafür ist der Wettbewerb viel zu hart.«

Deshalb dauerte es auch eine ganze Weile, bis RETROGRADE den Plattenvertrag mit dem schwedischen Indie-Label Atenzia, der nur für Europa gilt, eintüten konnten.

»Im Moment versuchen wir gerade, einen US-Deal an Land zu ziehen, denn wenn man in den Staaten den Durchbruch packt, dann geht davon fast automatisch eine Signalwirkung für den Rest der Welt aus. Umgekehrt ist das eher selten der Fall. Wer in Kanada angesagt ist, fristet anderswo oft ein stiefmütterliches Dasein. Leider haben sich die amerikanischen Labels bislang schwer getan, Zugang zu unserer Musik zu finden. Hoffentlich beißt...

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