RH #225Interview

HASTE THE DAY

Generation Gott

Christlicher Metalcore hat sich in den USA längst zu einer eigenständigen Szene gemausert. In den Reigen erfolgreicher bibelfester Krachmaten wie As I Lay Dying, Underoath oder Norma Jean reihen sich jetzt HASTE THE DAY ein.

Ob dieses Genre jemand braucht, sei dahingestellt. Musikalisch gibt es aber außer einem gewissen Mangel an Eigenständigkeit bei vielen Bands nix zu meckern. Und vielleicht sorgt die Religiosität der Musiker, wie schon Ende der Achtziger, als der Krishna-Glaube den Hardcore heimsuchte, sogar für ein Maß an Emotionalität und Tiefe, das selbst Atheisten begeistert.

»Das sehe ich genauso«, stimmt Mike Murphy zu, der bei HASTE THE DAY den Bass bedient und zudem mit für die ausgefeilten Clean-Vocals sorgt, die das Lead-Gebelle bestens ergänzen. »Wir dienen Jesus durch unsere Musik und wollen möglichst gute Menschen sein. Das kommt in unserem Sound definitiv rüber. Hardcore transportiert immer große Gefühle - egal, worüber man singt. Und unser Glaube ist natürlich eine starke Emotion. Daher verstehe ich es nicht, wenn Leute sagen, dass Religion nichts im Hardcore zu suchen hat. Jeder Künstler hat das Recht, auszudrücken, was er fühlt.«

Profitiert die christliche Metalcore-Szene davon, dass sich gerade in schlechten Zeiten viele Kids in Religion flüchten?

»Die Menschen merken momentan deutlich, dass wir nicht unsterblich sind, dass man das Leben schätzen sollte und Gottvertrauen immens wichtig ist. Allerdings führt das dazu, dass hier in den USA seit den...

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