RH #225Interview

Knock-out in Paris

Black Metal ist tot. Nicht mausetot, aber halb tot. Eine Dekade Scheinwerferlicht auf Corpsepaint, Stacheldraht und Mord hat Spuren hinterlassen. Finstere Gestalten in Schwarzweiß erzeugen längst keine Schockstarre mehr. Hintergründe wurden erhellt, verdaut und wiedergekäut. 1349 können diesem Kontext nicht entfliehen, aber sie tragen es mit Fassung. „Hellfire“, ihr neues Album, ist schön hässlich und poltert ungehobelt durch die weich gespülten Lauscher. Axtmann Archaon liest die Messe.

Archaon, ihr seid gerade auf Tour mit Gorgoroth. Fans sind sich einig, dass in der letzten Zeit nur selten solch ein destruktives und gleichermaßen interessantes Package unterwegs war.

»Da stimme ich zu. Wir passen wirklich hervorragend zusammen, die Shows sind sehr gut besucht, und es herrscht jeden Abend eine magische Atmosphäre.«

Das heißt, Fäuste fliegen durch die Luft? Wer lacht, fliegt raus?

»Gewalt gehört dazu. Wir spielen extreme Musik, wir haben extreme Fans. Ich will hier nichts schönreden.«

Macht es dich an, wenn ihr spielt und - wie unlängst in Paris - große Schlägereien vor der Bühne eskalieren?

»Es macht mich nicht an, aber es törnt mich auch nicht ab. Der Energieaustausch zwischen Band und Fans ist in solchen Momenten sehr stark. Und es ist absolut unglaublich, in solch einem Moment auf der Bühne zu stehen und das alles mit anzusehen. Ich erinnere mich sehr gut an die Show in Paris. Unsere Fans dort sind wirklich krass drauf.«

Würdest du sagen, Black Metal und...

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