RH #224Krach von der Basis

MASTIC SCUM

Das eigene Ding

Die Österreicher MASTIC SCUM halten herzlich wenig von einschränkenden Genrebarrieren, peppen ihre Songs mit Dialogfetzen auf und geben auf ihrem dritten Langeisen „Mind“ ansonsten einfach amtlich und völlig scheuklappenfrei Vollgas.

 

Wirft man einen Blick auf die Homepage der seit 1992 aktiven Band, stößt man auf die selbst gewählte Stilbeschreibung „Death Metal Core from Austria“. Im Prinzip also Metalcore. Mit dem derzeitigen Trend haben MASTIC SCUM jedoch nichts am Hut.

»Wir wollen uns nicht auf einen Stil beschränken und uns natürlich alle Türen offen halten«, erklärt Gitarrist Harald „Harry“ Gandler. »Dieser Aspekt war uns immer schon sehr wichtig, also Death Metal mit Grindcore und Hardcore zu vermischen. Metalcore hat sich dagegen mittlerweile zu einem Trend entwickelt. MASTIC SCUM waren aber nie trendorientiert. Wir haben immer gemacht, was wir wollten und konnten, und unseren Stil mit den Jahren verändert und weiterentwickelt. Mit „Mind“ sind wir nun wieder mehr zu unseren Death-Metal-Wurzeln zurückgekehrt, wollen dabei unsere Grindcore-Einflüsse aber nicht vernachlässigen.«

Als Harry die Band vor 13 Jahren gründete, hatte die damalige Death-Metal-Welle ihren Höhepunkt längst erreicht. Das Röchel-Genre war populärer denn je.

»Zu dieser Zeit gab es sehr viele Bands, die mich begeisterten. Viele der Veröffentlichungen von Anfang der Neunziger sind bis heute unerreicht. Die haben mich natürlich geprägt. Man darf aber auch die Thrash-Welle Mitte bis Ende der...

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