RH #224Interview

HATE

Kalt und unmenschlich

Der polnische Extrem-Metal-Untergrund brodelt seit zig Jahren beständig wie ein daueraktiver Vulkan und katapultiert in regelmäßigen Abständen ein technisch hochklassiges Knüppelkommando nach dem anderen an die Oberfläche. Die aktuellste Eruption hört auf den Namen HATE und überzeugt mit einem kalt-präzisen Todesblei-Hagel.

„Anaclasis - A Haunting Gospel Of Malice & Hatred“ ist bereits das fünfte Album der in Warschau ansässigen Truppe um Bandleader Adam The First Sinner, wobei das ´96er Debüt „Daemon Qui Fecit Terram“ seinerzeit nur in Polen veröffentlicht wurde. Seit der gemeinsamen Europatour mit Decapitated, Dies Irae und Crionics im letzten Februar wird die bereits seit 1990 aktive Band nun auch hier zu Lande verstärkt wahrgenommen, steht aber trotz einer ähnlich langen Karriere immer noch im scheinbar übermächtigen Schatten der weitaus erfolgreicheren Landsmänner Vader und Behemoth.

»Ob wir deswegen frustriert sind? Nicht im Geringsten!«, versichert der Sänger und Gitarrist mit dem biblischen Pseudonym. »Außerdem sind viele Labels erst durch den großen Erfolg von Vader und Behemoth auf andere polnische Bands aufmerksam geworden. Wir fühlen uns allerdings nicht so sehr als Teil der polnischen Szene und standen schon immer etwas abseits. Die meisten Leute hier sind der Meinung, dass wir keinen typisch polnischen Death Metal spielen.«

Da ist was dran, denn gerade auf dem neuen Album verquicken HATE ihre ruppigen Death-Metal-Attacken mit einer zuweilen an die Norweger...

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