RH #223Tourtagebuch

DEW-SCENTED, NEVERMORE, MERCENARY

Im U-Boot durch Deutschland

Eine NEVERMORE-Tour ohne Alkohol - kann das gutgehen? Wir schmuggelten unser Luchsauge Mike Borrink (nüchtern) ins Gepäcknetz der Seattle-Power-Thrasher.

Mein Freund, der Baum...

 

Die Szenerie rund um den Osnabrücker Hyde Park erinnert an diesem goldenen Herbstnachmittag an die Anfangssequenz aus „From Dusk Till Dawn“: gleißendes Sonnenlicht, riesiger Schotterparkplatz und ein einsames Gebäude irgendwo in der Pampa. Der künstliche Riesenkaktus passt ebenfalls gut ins Bild. Im Gegensatz zum Film geht es in der Halle jedoch weitaus weniger explosiv zu. Während die Crew bereits mit dem Bühnenaufbau beschäftigt ist, purzeln DEW-SCENTED und MERCENARY gerade erst mehr oder weniger begeistert aus ihren Kojen, um sich in die nachmittägliche Lethargie zu stürzen. Rund um den Hyde Park herrscht nämlich ausnahmslos tote Hose. Die meisten lungern einfach nur sinnlos herum, lesen oder daddeln auf ihren Laptops. Wenigstens bei den beiden Busfahrern ist gute Laune angesagt. Roger, der Chef im Supportbus, hat heute Geburtstag und genehmigt sich mit Uwe, der den NEVERMORE-Bus steuert, das eine oder andere Getränk. Backstage herrscht allerdings striktes Alkoholverbot, da sowohl Warrel Dane als auch Jim Sheppard inzwischen trockengelegt sind und auch der Rest von NEVERMORE mitziehen will. Uwe hat „Seattle´s Finest“ für heute in den Osnabrücker Zoo eingeladen, aber irgendwie hatte anscheinend niemand Bock drauf. Uwe, der optisch verdammt an den schottischen Comedian Billy Connolly erinnert, präsentiert trotzdem stolz seinen von Pelikanbissen verunstalteten Unterarm. Von NEVERMORE selbst ist zunächst nur Drummer Van Williams zu sehen, der sich ausführlich über die amerikanische und europäische Graffiti-Kultur auslässt und danach mit seiner Digi-Cam die alten Baumstümpfe rund um den Hyde Park filmt. Was tut man nicht alles, um die Zeit totzuschlagen... ...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

Reviews

DEW-SCENTED - InterminationRH #338 - 2015
Metal Blade/Sony (46:39)„Institution“ wäre für die neue Attacke der „I...
MERCENARY - Through Our Darkest DaysRH #315 - 2013
Plusminus: NoiseArt/Universal (48:13) Obwohl MERCENARY für ihre ersten sechs ...
DEW-SCENTED - InsurgentRH #313 - 2013
Metal Blade/Sony (76:12) 23 Jahre DEW-SCENTED! Das heißt übersetzt: Line-up-W...
DEW-SCENTED - IcarusRH #303 - 2012
Metal Blade/Sony (43:11) Schon erstaunlich, mit welcher Beharrlichkeit Fronter ...
MERCENARY - MetamorphosisRH #286 - 2011
NoiseArt/Edel (49:00) Der Titel des sechsten Longplayers der sträflich unterbe...
DEW-SCENTED - Invocation
Metal Blade/Sony (46:22) Seit mehr als einem Jahrzehnt steht der Name DEW-SCE...
NEVERMORE - The Obsidian ConspiracyRH #277 - 2010
Century Media/EMI (44:47) Bevor es Missverständnisse gibt: Wir reden im Fall...
MERCENARY - Architect Of LiesRH #251 - 2008
(52:25) Wollte man einem Nichtkenner die Welt der Dänen MERCENARY in knapp sec...
DEW-SCENTED - IncinerateRH #239 - 2007
(43:59) Wow! Mit ihrem neuen Album sollte für DEW-SCENTED mehr als nur ein Ach...
MERCENARY - The Hours That Remain
(62:19) Mit ihrem insgesamt vierten Longplayer knüpft das dänische Quintett m...
NEVERMORE - This Godless EndeavorRH #219 - 2005
(57:16) Mein lieber Herr Gesangsverein! Eins vorweg: „This Godless Endeavor...
DEW-SCENTED - Issue VIRH #218 - 2005
(45:57) War der letzte DEW-SCENTED-Output „Impact“ schon das Ende der Fahne...
MERCENARY - 11 Dreams
(61:45) Mit ihrem dritten Langeisen wollen die Dänen MERCENARY endlich weg vom...
DEW-SCENTED - ImpactRH #196 - 2003
(44:01) Brutal, brutaler, DEW-SCENTED: Wie Fränkie Albrecht im Studiobericht d...
NEVERMORE - Enemies Of RealityRH #195 - 2003
(40:53) Ehrlich gesagt weiß ich bis heute noch nicht, warum ich seinerzeit kei...
MERCENARY - Everblack
Es ist ja lobenswert, wenn Newcomer mit enormem Anspruch an die Öffentlichkeit ...
DEW-SCENTED - InwardsRH #176 - 2002
Nach dem starken dritten DEW-SCENTED-Longplayer „Ill-Natured“, der der nordd...
NEVERMORE - Dead Heart In A Dead WorldRH #161 - 2000
"How did it come to this?", fragt Warrel Dane im Opener 'Narcosynthesi...
DEW-SCENTED - Ill-NaturedRH #146 - 1999
Diese Band ist und bleibt ein echtes Phänomen. Sie spielt sich jedes Jahr förm...
NEVERMORE - Dreaming Neon BlackRH #140 - 1999
Puh, darauf mußten wir lange warten. X-mal angekündigt, ebenso oft verschoben....
DEW-SCENTED - InnoscentRH #134 - 1998
Meine Güte! Es mag ja durchaus sein, daß viele Black Metal-Bands immer versuch...
NEVERMORE - The Politics Of EcstasyRH #114 - 1996
Nicht ganz so eingängig wie das überragende Debüt 'Nevermore' und das kürzli...
NEVERMORE - In MemoryRH #110 - 1996
Der Name Warrel Dane stand schon immer für Qualität, und daran ändert die neu...
DEW-SCENTED - ImmortelleRH #106 - 1996
Laut Info ist 'Immortelle' kein konventioneller Death Metal-Output, sondern 'ein...
NEVERMORE - NevermoreRH #93 - 1995
Ich bin sicherlich nicht der einzige, der auch heute noch oft und gerne die beid...