RH #223Interview

CANNIBAL CORPSE

Die dunklen Dinge des Lebens

CANNIBAL CORPSE sind wohl eine der wichtigsten Death-Metal-Bands aller Zeiten. Keine andere Combo hat über die Jahre so viel Staub aufgewirbelt wie die fünfköpfige Rasselbande. ALEX WEBSTER, Bassist der Gore-Fetischisten, über das Gestern, Heute und Morgen.

Alex, niemand wird als Death-Metal-Fanatiker geboren. Wie bist du persönlich zu dieser Form der Musik gekommen?

 

»Die erste Berührung mit dieser Musik hatte ich schon 1986, als ich mir Sodoms „Obsessed By Cruelty“ kaufte. Diese Platte hat mein Leben umgekrempelt. Der erste Durchlauf war wie ein Vulkanausbruch für mich. Ich habe noch immer eine Vorliebe für Voivod, Razor und Celtic Frost, aber an die alten Sodom kommt einfach niemand heran. Das war purer Death Metal.«

 

Wie würdest du einem Alien erklären, was Death Metal ist?

 

»Ich würde ihm erklären, dass es sich um die extremste Form des Heavy Metal handelt. Death Metal ist schnell, brutal und lebt von einem röchelnden Gesang, der von den dunklen Dingen des Lebens erzählt.«

 

Die ersten Jahre haben CANNIBAL CORPSE in Buffalo verbracht. Dort habt ihr auch euer erstes Demo „Cannibal Corpse“ eingespielt. Kannst du dich noch an eure ersten Gehversuche erinnern?

 

»Unsere Demozeiten sind zwar schon sehr lange her, aber ich kann mich noch recht gut an diese Zeit erinnern. Die Szene blühte, es gab Hunderte Fanzines, und die Tapetrader verbreiteten unser Demo so schnell wie ein Lauffeuer. Einige Radiostationen spielten unsere Aufnahmen, und wir fühlten uns wie im...

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