RH #222Krach von der Basis

NOVEMBERS DOOM

Weg mit dem Weiberkram!

Als reinrassige Doomdeath-Kapelle gestartet, kultivierten, verfeinerten und erweiterten die Amis NOVEMBERS DOOM ihren Stil auf insgesamt fünf Alben und einer EP. Am vorläufigen Endpunkt dieser Entwicklung steht mit dem aktuellen Longplayer „The Pale Haunt Departure“ ein großartiger Mix aus Doom, Death Metal und progressiver Rockmusik, der sich qualitativ auf Augenhöhe mit Bands wie My Dying Bride, Opeth oder auch Tiamat bewegt.

Die seit 1989 aktive Band ist in Europa nie über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen.

»Wir hatten von Beginn an Probleme mit dem Vertrieb unserer Platten in Europa«, klagt Sänger und Bandgründer Paul Kuhr. »Erst mit unserem Deal bei The End Records, deren Platten bei euch über Candlelight vertrieben werden, geht es diesbezüglich vorwärts. Vorher waren wir auf kleineren amerikanischen Labels, die entweder keine Lizenzpartner in Europa hatten oder schlicht profitgeil waren und nicht mit anderen Firmen „teilen“ wollten.«

Wobei aber gerade der europäische Markt für eine Band wie NOVEMBERS DOOM sehr wichtig ist.

»In den USA ist die Szene für unsere Art von Musik sehr klein. Wir haben zum Beispiel in Brooklyn eine Show zusammen mit Reverend Bizarre vor gerade mal 20 Zuschauern gespielt. Ein echtes Armutszeugnis! Da kommt eine der anerkanntermaßen besten Doombands der Welt rüber nach Amerika, und hier scheint das kaum einen zu interessieren.«

Wie groß umgekehrt das Interesse der europäischen Fans an Konzerten von NOVEMBERS DOOM ist, wird sich...

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