RH #222Interview

AFTER FOREVER

Aus allen Löchern

Seit Ende der neunziger Jahre tummeln sich AFTER FOREVER mit gutem Erfolg im Gothic-Metal-mit-Frau-am-Mikro-Haifischbecken. 2005 fällt den HolländerInnen auf, dass sie dort gar nicht hingehören.

»Wir wollen dieses Mal schon mit dem Artwork aus der Gothic-Schublade raus«, stellt Gitarrist und Co-Sänger Sander Gomans klar. Das Cover des neuen Albums „Remagine“ ziert daher ein ungewohnt bodenständiges Bandfoto. Nix mehr mit den komisch-futuristischen, türkis-schwarzen Kostümen, in die sich der Haufen zwischenzeitlich quetschte. Abgesehen von der schicken Frontfrau Floor Jansen rult jetzt der Straßenlook.

Sander: »Seit unserem ersten Album halten uns die Leute für eine Gothic-Band. Wenn sie dann zu einer Show kommen, sind sie überrascht, dass wir davon weit entfernt sind. Die Outfits, auf die du angespielt hast, waren vielleicht nicht die allerbeste Idee, die wir je hatten. Aber wir wollen den Fans auch optisch etwas bieten. Selbst wenn es nicht unbedingt gut aussah, bekamen wir doch einiges an Aufmerksamkeit, da wir in den Klamotten ganz gewiss nicht wie eine Gothic-Band wirkten.«

Dennoch fand man bei AFTER FOREVER nicht nur zu Karrierebeginn, sondern auch auf späteren Werken die für Schwarzkittel-Acts leider oftmals typische musikalische Statik und eine Menge orchestralen Ballast. Beides hat manfrau jetzt über Bord geworfen. Die „Remagine“-Songs sind straighter, kommen besser auf den Punkt, und den Hooks wird genügend Freiraum gegeben.

»Der Vorgänger „Invisible Circles“ war...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen