RH #221Interview

HIM

Die Blumen des Bösen

Eigentlich wollte sich Ville Valo bei den Aufnahmen für die fünfte HIM-Scheibe „Dark Light“ wie gewohnt den Inspirationen romantischer Schreiber, depressiv-versoffener Poeten und düsterer Black-Sabbath-Scheiben hingeben. Doch daraus wurde nichts, denn schon bald hüpften nackte „Playboy“-Bunnys inklusive Filmcrew an dem verdutzten Finnen vorbei und verwandelten das Studio in ein hektisches Drehset. Ob Ville seitdem unter Hormon-Flashs leidet, wie es mit dem ersten eigenen Label des Quintetts weitergeht und was es mit der Freundschaft zu Carcass-Boss Jeff Walker auf sich hat, erfuhren wir bei einem gemütlichen Plausch in einem Kölner Hotel.

Ville, vor kurzem hast du die Musik eures neuen Albums „Dark Light“ in einem Interview als „gothed-up Bon Jovi“ beschrieben. Aus Rock-Hard-Sicht keine sonderlich glückliche Definition, wenn man bedenkt, dass viele Metalfans mit den aktuellen Releases der Stadionrocker nicht viel anfangen können.

 

»Das war einfach nur ein witziges Wortspiel, um das Album ein wenig zu beschreiben. Hinter „Dark Light“ steckt die Idee, Black-Sabbath-Klänge mit dem epischen Sound von U2s „Achtung Baby!“ und typischen Soundtrack-Vibes zu vermischen. Die gewaltigen Refrains, abgedrehten Sounds und starken Melodien der Iren sollten auf die erdigen Töne und Riffs von Ozzys Truppe treffen. Außerdem wollten wir, dass die cineastischen Keyboard-Parts ein wenig an den Filmkomponisten Angelo Badalamenti (u.a. „Twin Peaks“ - Red.) erinnern. „Love Metal“ hatte aus...

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