RH #221Interview

RITUAL CARNAGE

Schnauze voll!

Wenn es um arschtighten, Nackenwirbel zerschreddernden Thrash Metal der alten Schule geht, ist das japanisch-amerikanische Kollektiv RITUAL CARNAGE ganz weit vorn. Daran ändert auch das neue Meisterwerk „I, Infidel“ nix, obwohl Frontmann Danny Carnage inzwischen nicht mehr den rüpeligen Brüllwürfel raushängen lässt, sondern überraschend hoch und melodiös singt.

»Ich war von der Schreierei gelangweilt«, erzählt der Quoten-Ami des ansonsten komplett aus Nipponesen bestehenden Abrisskommandos. »Das kann doch jeder. Außerdem würde ich mit „I, Infidel“ gern ein paar mehr Leute ansprechen. Die alten Songs singe ich jetzt ebenfalls mit cleanen Vocals. Manche Fans waren regelrecht schockiert, was für extreme Höhen ich erreiche (lacht). Ich habe an dem neuen Gesangsstil Gefallen gefunden, als wir live Stücke von Maiden und Saxon gecovert haben. Hinzu kommt, dass sich der Rest der Band ständig weiterentwickelt hat. Nur ich grölte immer noch rum.«

Das handwerkliche Niveau von Dannys Mitstreitern ist eh ein Hammer, was allerdings nicht weiter verwundert, da Japaner technisch schon immer in anderen Sphären schwebten als der Rest der Welt.

»Japaner üben sich einfach den Arsch ab. Ein Japaner will in einer Sache der Beste sein, statt in vielen Dingen Mittelmaß zu erreichen. Daher habe ich inzwischen auch das Bassspielen aufgegeben (lacht).«

„I, Infidel“ hat eine dermaßen massive Durchschlagskraft, dass Fans von Slayer, Testament und Dew-Scented, sofern sie auch mit weniger kernigem Gesang...

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