RH #221Interview

BIOHAZARD

Bis aufs Blut

Etwas überraschend verkündeten BIOHAZARD unlängst, dass sie ihre Band zu Grabe tragen wollen. Das ist umso trauriger, weil die Recken aus Brooklyn vor kurzem mit „Means To An End“ ein wirklich starkes neues Album veröffentlicht haben - vielleicht sogar das beste seit dem „Mata Leao“-Geniestreich. Wir unterhielten uns mit Gitarrist und Sänger Billy Graziadei über die Hintergründe und wagten gemeinsam einen Blick zurück - ohne Zorn.

Der Interviewtermin ist auf 23 Uhr deutscher Zeit festgesetzt. Früher geht es laut Aussage der Plattenfirma nicht, weil Billy tagsüber in New York einem geregelten Job nachgeht und nicht vor fünf Uhr nachmittags nach Hause kommt. An sich keine ungewöhnliche Sache - wenn BIOHAZARD nicht über weite Strecken eine durchaus erfolgreiche Band gewesen wären. Da verwundert es schon ein bisschen, dass offenbar nicht genügend Kohle übrig geblieben ist, um sich zumindest einige Jahre ohne „regulären“ Job über Wasser halten zu können.

»Na ja, lass es mich so formulieren: Wir haben uns in unserer Karriere nicht so intensiv um die geschäftlichen Belange gekümmert, wie wir es vielleicht hätten tun sollen. Aber uns war der künstlerische Aspekt immer wichtiger. So konnten wir unsere Integrität bewahren und können stolz auf das sein, was wir geleistet haben. Wir konnten viele Jahre gut von der Musik leben, haben unglaublich viele schöne Dinge erlebt und zahlreiche Freunde auf der ganzen Welt gefunden. Das ist mit nichts aufzuwiegen. Aber mein Leben hat sich in den...

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