RH #221Interview

TAPROOT

Alle Zeit der Welt

„Make it or break it!“ lautet die goldene Regel für das dritte Album. Deswegen haben TAPROOT für „Blue-Sky Research“ weder Kosten noch Mühen gescheut, mal eben Produzentenlegende Michael Beinhorn gefeuert sowie mit einer ganzen Reihe namhafter Kollegen wie Smashing Pumpkins Billy Corgan und Deftones´ Stephen Carpenter zusammen komponiert. Das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand. Das findet nicht nur Sänger Stephen Richards.

Das Timing von TAPROOT war bislang alles andere als optimal. Als das vergleichsweise Nu-Metal-lastige Debüt „Gift“ 2000 erschien, waren Bands wie Korn, Deftones oder Limp Bizkit längst etabliert. Auf dem starken Nachfolger „Welcome“ konnte sich das Quartett aus Michigan zwar stilistisch freischwimmen und eine eigene Fanbasis aufbauen, doch gestalteten sich die Arbeiten am Drittwerk dermaßen schwierig, dass die Band für lange Zeit komplett von der Bildfläche verschwand. Die Gefahr, dass TAPROOT inzwischen schon wieder vergessen sind und die Aufbauarbeit - zumindest in Europa - umsonst war, besteht also durchaus. Dessen ist sich auch Sänger Stephen Richards bewusst, aber das Risiko wurde von ihm und seinen Mitstreitern bewusst in Kauf genommen.

»Das dritte Album entscheidet nun mal über das Schicksal einer Band. Deswegen haben wir uns alle Zeit der Welt genommen und alle Kämpfe gefochten, die nötig waren, um ein starkes Album abzuliefern. Besser eine CD wie „Blue-Sky Research“ mit entsprechender Wartezeit als ein halbgarer Schnellschuss!«

Die Arbeiten an...

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