RH #218Krach von der Basis

THE RED CHORD

Regenschirme auf der Birne

Cannibal Corpse und Frank Zappa im selben Betonmischer? Und dazu noch ein begnadeter Ami-Coreknabe als Vorarbeiter? Nicht schlecht, das Rezept zu THE RED CHORDs aktuellem Album „Clients“...

»Holy shit! Cannibal Corpse und Frank Zappa - mit denen hat uns noch niemand verglichen«, ist Guy Kozowyk, seines Zeichens besagter Brüllwürfel der Band aus Massachusetts, begeistert. »Das gefällt mir viel besser als dieses Deathcore-Label, das man uns werbetechnisch aufs Auge gedrückt hat. Ich würde uns sowieso als Grindcore-Band bezeichnen. Grind kann ja in viele Richtungen gehen, also sicher auch in unsere. Bei unserem vorigen Album waren die Songs noch eher Zusammenfügungen verschiedener Stilfragmente. Auf „Clients“ haben wir alles so vereint, dass man von einer eigenen und persönlichen Note sprechen kann. Die Übergänge sind jetzt logisch, weil wir gelernt haben, Songs zu schreiben. Die Songs selbst sind auch in einem viel kürzeren Zeitraum entstanden. Bei „Fused“ hatten manche Songs schon drei, vier Jahre auf dem Buckel, bevor wir sie aufgenommen haben. „Clients“ entstand zum Großteil kurz vor den Aufnahmen. Dadurch sind sie stimmiger. Von drei Tagen Studiozeit sind wir jetzt auch auf drei Wochen aufgestiegen. Wir sind richtige Rockstars, hahaha! By the way: Wir fahren jetzt gerade mit dem Auto durch Texas. Das ist schlimmer, als auf einer Atombombe zu reiten.«

Aha. Welche Klienten sind denn die Vorlage für das Album gewesen?

»Ich habe in einem Drugstore an der Kasse gearbeitet und...

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