RH #218Interview

HAREM SCAREM

Jung und blöd

Mit beeindruckender Präzision bugsieren HAREM SCAREM melodische Rock-Kleinode zwischen Tradition und Moderne in die CD-Player einer treuen Anhängerschar und mit schöner Regelmäßigkeit auch auf die Pole Position des Rock-Hard-Soundchecks. Ihren neuen Wonneproppen haben die Kanadier zwar „nur“ auf Platz vier der stark besetzten letzten Ausgabe geparkt; qualitativ gibt es aber auch an „Overload“ nix zu meckern.

»Scheisä«, flucht Bandkopf Harry Hess (v.) auf Deutsch über die „Overload“-Platzierung, freut sich aber dennoch unüberhörbar. Immerhin gehören HAREM SCAREM zu den handverlesenen Melodic-Rock-Acts, die unsere Richterskala nicht von unten betrachten müssen. Den Terminus Melodic-Rock sollte man im Falle HAREM SCAREM allerdings mit Vorsicht verwenden, suggeriert er Uneingeweihten doch eher alte Säcke mit fiesen Frisuren, die geschmacklich 1985 stehen geblieben sind.

»Das kannst du laut sagen«, grinst der 36-Jährige. »Für mich passt die Melodic-Rock-Schublade für Bands wie Journey, die immer noch diesen altmodischen Stil spielen. Natürlich verarbeiten auch wir Elemente des Melodic-Rock. Schließlich sind wir melodisch und spielen Rock (lacht). Aber wir agieren deutlich moderner, da wir uns stilistisch ständig weiterentwickeln. Wir nehmen nicht jedes Jahr dasselbe Album auf. Und unsere Frisuren sind nicht mehr die gleichen wie vor 15 Jahren. Sonst würden wir niemals junge Fans erreichen. Radio und Fernsehen fühlen sich von diesen Ewiggestrigen auch eher abgestoßen.«

Mit dem...

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