RH #217Interview

BRUCE DICKINSON

Professor, übernehmen Sie!

Es ist ein schmaler Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Und Iron-Maiden-Sänger BRUCE DICKINSON tanzte schon immer gerne auf des Messers Schneide. Mit 'Tyranny Of Souls' - dem Album des Monats - beweist er einmal mehr, dass er als Pendler zwischen den Welten unschlagbar ist.

Bruce ist sichtlich stolz auf sein neues Album, das stilistisch die gesamte Bandbreite seiner Solowerke - von 'Tattooed Millionaire' über 'Balls To Picasso' und 'Accident Of Birth' bis hin zu 'Chemical Wedding' - abdeckt. Selbst die äußerst experimentelle 'Skunkworks'-Phase fließt am Rande mit ein, obwohl 'Tyranny Of Souls' ein reinrassiges Heavy-Rock-Album geworden ist.

»Es war nicht ganz einfach, aus dem Schatten von 'Chemical Wedding' herauszutreten«, erzählt der quirlige, nie still sitzende Workaholic. »Diese Scheibe bekam so viele gute Reviews und so viel Anerkennung von den Fans, dass ich ernsthaft daran gezweifelt habe, ob eine Steigerung möglich ist.«

Zumal man ja weiß, dass Bruce seine Gesangsleistung auf 'Chemical Wedding'? als besonders gelungen betrachtet.

»Ja, okay, das stimmt«, sagt er in abwiegelndem Ton, »aber ich bin trotzdem nicht weniger stolz auf die neue Scheibe. Auf ?Chemical Wedding? haben wir viel mit verschiedenen Sounds experimentiert, was mir damals sehr wichtig war. Vor allem der Titelsong war klasse - aber eine Nummer wie ´Killing Floor´ finde ich im Nachhinein nicht gerade herausragend. Auf 'Tyranny Of Souls' dagegen gefallen mir ausnahmslos alle Songs - vor allem deshalb,...

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