RH #217Interview

ANDRALLS

Thrashen für Gott

Sepultura haben ihre kreativsten und kommerziell erfolgreichsten Zeiten hinter sich. Und da man Soulfly nach der Migration in die Staaten kaum noch als brasilianische Band bezeichnen kann, stellt sich die Frage, wer die Nummer eins der Thrash-Metal-Liga rund um den Zuckerhut ist. Mit ihrem mittlerweile dritten Album „Inner Trauma“ haben ANDRALLS das Ringen um die nationale Vorherrschaft für sich entscheiden können.

»Beeinflusst haben uns vor allem die Bay-Area-Thrash-Bands der ersten Stunde wie Testament, aber auch Slayer, Nuclear Assault sowie Megadeth und natürlich unsere Landsleute Sepultura. Wir bezeichnen unseren Stil vor dem Hintergrund dieser Einflüsse als „Fast Thrash“, bei dem wir den traditionellen Thrash mit der größtmöglichen Aggressivität verbinden«, klärt Di Lallo, Gitarrist der Samba-Thrasher, wenig überraschend auf.

Kein Wunder, denn die aktuelle Scheibe des Quartetts schafft es, den Spirit der Thrash-Metal-Szene der achtziger Jahre unverfälscht und authentisch zu bewahren. Hinzu kommt die für Brasilien typische religiöse Verankerung der Musiker.

»Ja, wir glauben stark an Gott, auch wenn es uns dabei weniger um Religion, sondern mehr um die Person geht. Die Existenz Gottes steht für uns außer Zweifel. Mit der Religion dagegen haben wir unsere Probleme, weil die meisten Kriege in der Geschichte der Menschheit einen religiösen Hintergrund haben und hatten.«

Auch wenn die Verehrung für Sepultura nicht gottgleich ist, spielt das nationale Heiligtum eine große...

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