RH #217Interview

DEFLESHED

Post statt Porno

Der derbe Dreier aus der Ex-Wikinger-Metropole Uppsala ballert auch nach drei Jahren CD-Abstinenz auf „Reclaim The Beat“ völlig kompromisslos durch kurze Thrash-Boliden, die sich direkt in die Nackenmuskulatur krallen. Frontmann Gustaf Jorde (b./v.) ist beim Interview allerdings wenig nach körperlichen Verrenkungen zumute.

»Mir geht es total scheiße«, röchelt der Schwede durch den Hörer. »Gestern hatte ich üble Fieberträume und dachte ständig, mich würde diese Bitch aus den „The Ring“-Filmen verfolgen. Sie war in zehnfacher Ausfertigung hinter mir her. Es war die Hölle!«

Dann schon mal gute Besserung. Aber ohne jetzt faule Witze machen zu wollen, werden es wohl kaum DEFLESHED gewesen sein, die dich gesundheitlich überfordert haben. Ihr habt für „Reclaim The Beat“ drei Jahre gebraucht und liefert schlappe 36 Minuten Material ab. Das macht eine stolze Kompositionsleistung von zwölf Minuten pro Jahr.

»Das müsste eine Minute pro Monat sein (lacht). Wir sind echt langsam. Aber die Qualität hat bei uns nun mal oberste Priorität. Wenn wir jedes Jahr ein Album veröffentlichen würden, hätten wir inzwischen zehn Stück auf dem Markt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zehn richtig gute Scheiben wären, von denen jede auf eigenen Füßen stehen könnte.«

Nun steht aber auch „Reclaim The Beat“ nicht auf dermaßen eigenen Füßen, dass man nicht sofort hören würde, dass es ein DEFLESHED-Album ist.

»Ich denke, dass wir unser Rezept schon mit „Under The Blade“ gefunden haben. Es geht uns...

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