RH #216Interview

MUDVAYNE

Tornados über Illinois

Sie sind brachial und progressiv wie Meshuggah, und in ihren besten Momenten grooven sie sogar wie Tool. Trotzdem wurden MUDVAYNE vor allem wegen ihrer gewöhnungsbedürftigen Maskenspielereien und dämlichen Pseudonymen von vielen lange nur als aufgeblasene Slipknot-Kopie verkannt. Auf ihrem neuen Album „Lost And Found“ präsentieren sich die Illinois-Sickos fern von albernen Image-Fettnäpfchen als verdammt ernst zu nehmende, reife Modern-Metal-Maschine.

Die Geschichte der Band beginnt Mitte der Neunziger im US-Bundesstaat Illinois, genauer gesagt in Peoria, der ältesten Stadt des Staates, irgendwo in der Weite zwischen Chicago und St. Louis.

»Über den Bandnamen gibt´s ja inzwischen die wildesten Gerüchte«, erzählt Drummer Matthew McDonough im Vorfeld des Gigs in der Bochumer Matrix. »Angeblich soll der Name aus einer Zeit stammen, in der wir Blutplasma gespendet hätten, um an ein bisschen Geld zu kommen. Ich persönlich halte es eher mit Jonathan Davis von Korn: Hauptsache, er klingt gut und bleibt hängen.«

Das erste Demo „Kill, I Oughtta“, eine Kombination aus Live- und Studiomaterial, entsteht 1997. Die Band hat sich in der lokalen Szene bereits einen guten Ruf erspielt, und die Nachfrage nach der CD, die in einer Tausender-Auflage erscheint, ist enorm. Das Demo verschafft der Band auch den erhofften Plattenvertrag.

Mit dem zerfahrenen Debütalbum „L.D. 50“, produziert von Garth Richardson (u.a. Rage Against The Machine), starten MUDVAYNE im August 2000 direkt bei einem...

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