RH #214Krach von der Basis

DRACONIAN

Ode an den Tod - Krach von der Basis

Die Schweden DRACONIAN passen mit ihrer tieftraurigen, auf düstere Romantik und große Gefühle setzenden Musik nicht unbedingt in die derzeitige Musiklandschaft ihrer Heimat. Stattdessen erinnert der harte, mit einigen Gothic-Elementen versetzte Doomdeath des Zweitwerks „Arcane Rain Fell“ eher an britische Trauergewächse wie My Dying Bride oder die frühen Anathema.

Das neue Album ist eine ganze Ecke doomiger ausgefallen als der auch nicht unbedingt neue Geschwindigkeitsrekorde aufstellende Erstling „Where Lovers Mourn“.

»Wir haben uns diesmal stärker darauf konzentriert, dass alle Songs ein ähnliches Feeling haben«, erklärt Sänger und Texter Anders Jacobsson die leichte musikalische Kurskorrektur. »Außerdem haben wir mehr Zeit in den Mix investiert. Beim ersten Album waren wir weder mit dem Sound noch mit der Ausrichtung der Songs wirklich zufrieden. Eigentlich sollte „Where Lovers Mourn“ genau so klingen wie jetzt „Arcane Rain Fell“. Irgendwie ist seinerzeit aber eher ein typisches Gothic-Metal-Album mit ein paar Doom-Einflüssen dabei herausgekommen. Wir wollten den Doom-Aspekt unserer Musik aber unbedingt weiter in den Vordergrund stellen. Was nicht heißen soll, dass wir komplett auf schnellere Passagen verzichtet haben. Die sind meiner Meinung nach einfach nötig, um die Songstrukturen aufzulockern.«

Dass „Where Lovers Mourn“ noch einen stärkeren Gothic-Einschlag hatte, liegt nicht zuletzt daran, dass wie bei den meisten Debütalben zunächst einmal der Fundus an...

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