RH #214Krach von der Basis

STURMGEIST

Geist ist geil!

Black Metal und Goethe - passt das? Offensichtlich durchaus eine funktionierende Kombination. Schon immer ein Fan der klassischen deutschen Literatur, brach STURMGEIST (alias Cornelius von Jackhelln von Solefald) 2003 auf nach Weimar, um sich dort Inspirationen für sein Soloalbum „Meister Mephisto“ zu holen.

Cornelius, warum hast du dich entschlossen, ein Soloprojekt zu starten?

»STURMGEIST entstand im Herbst 2002, weil ich viele Ideen hatte, die nicht zu Solefald passten. Ich wollte etwas mit einer traditionelleren Thrash- und Heavy-Metal-Note kreieren. Mein eigenes Ding zu machen, ist wichtig für mich - und das ist es, was STURMGEIST ausmacht: durch Musik Gefühle ausdrücken. Ich finde es total faszinierend, alleine für das Songwriting und die Aufnahmen verantwortlich zu sein. Wenn man darüber nachdenkt, dass Musik eine der intimsten Begegnungen ist, die man mit anderen Menschen haben kann, wird das Spielen von Musik zu einer der faszinierendsten Sachen, die man tun kann.«

Im Presse-Info, das mit deiner CD herausgegeben wurde, kam rüber, dass dich einiges an der aktuellen Entwicklung der Heavy-Metal-Szene aufregt. Was meinst du damit, wenn du schreibst, dass du pinkfarbene Gitarren und einen Haufen Make-up-Effekte verbannt hast?

»Das ist die ironische STURMGEIST-Art zu sagen, dass ich das Image einiger Black-Metal-Bands ziemlich überzogen finde. Wenn ich mir Combos wie Cadaver oder Zyklon anschaue, kommen die auf der Bühne ganz ohne Make-up und sonstige Effekte aus und...

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