RH #214Interview

LANFEAR

Der Bassist weiß von nix

Für LANFEAR-Chef Markus Ullrich (g.) ist „progressiver Power Metal“ so ziemlich die schlimmste Schublade, in der man 2005 landen kann. Doch genau dort platzieren sich die Süddeutschen auch mit ihrem neuen Werk „Another Golden Rage“.

Der vierte Longplayer ist zu allem Überfluss auch noch ein Konzeptalbum geworden, das »die Evolution einer von fünf Göttern erschaffenen Welt« behandelt. »Diese Götter vergessen irgendwann, dass sie Götter sind und leben einfach unter uns. Als ihnen dann wieder einfällt, dass sie Götter sind, missbrauchen sie ihren Status und bauen Scheiße.«

Alles klar. Aber steht eigentlich irgendwo geschrieben, dass jede progressive Metalband mindestens ein Konzeptalbum in ihrer History haben muss?

»Nö«, grinst Markus. »Wir hängen das Konzept eh nicht an die große Glocke und verzichten auch auf Überleitungen oder Erzähler. Wir haben keinen Bock auf dieses ganze pseudo-intellektuelle Gequatsche. Jeder Song steht auf eigenen Beinen. Außerdem sehen wir uns nicht als Prog-Act. Wir sind keine möchtegernkomplexen Frickeltypen, sondern eine Power-Metal-Band im ursprünglichen Sinn. Also ohne Kinderlieder, sondern in der Tradition des US-Metal. Ich bin mit Metal Church, Vicious Rumors und Helstar aufgewachsen. Heute denken bei Power Metal alle an Kinderlieder und bei Progressive Metal an selbstverliebte Frickler.«

Progressive Power Metal ist dann ja das Schlimmste, was man überhaupt spielen kann.

»Leider, hahaha! Wir müssen uns ständig erklären. Aber wir sind...

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