RH #213Interview

ENERTIA

Stundenlohn: keine zwei Dollar

490 Konzerte in acht Jahren sind eine verflucht hohe Quote, wenn man bedenkt, dass sich die Kapelle aus Albany/New York traditionellem Power Metal verschrieben hat. Und der fristet in den USA bekanntlich schon seit mehr als einer Dekade ein stiefmütterliches Dasein im Untergrund.

»Früher waren wir richtige Wochenendkrieger und haben es in zwölf Monaten locker auf 75 bis 80 Gigs gebracht«, lacht ENERTIA-Bassmann Joe Paciolla, im Hauptberuf Grafikdesigner. »Erst vor drei Jahren haben wir begonnen, unsere Live-Aktivitäten etwas einzuschränken, da in der Regel kein müder Cent hängen geblieben ist. Einmal sind wir sogar für 17 Dollar Gage neun Stunden zu einem Gig gefahren. Und als wir kürzlich in unserer Heimatstadt Albany spielten, um unsere vierte CD „Force“ vorzustellen, sind nur 100 statt der erhofften 200 Leute gekommen. Auf der anderen Seite haben uns die vielen Gigs als Band unheimlich tight gemacht. Leider sind wir bislang noch nie außerhalb der Vereinigten Staaten aufgetreten, was sich mit der neuen Scheibe ändern soll.«

Und hoffentlich auch wird, denn mit ihrem jüngsten Streich konnten die Jungs bei der belgischen Stahlschmiede Mausoleum landen, nachdem bei den drei Vorgängern keine europäische Plattenfirma so recht anbeißen wollte.

»An „Force“ waren insgesamt sechs Labels interessiert. Im Endeffekt waren die meisten Offerten aber völlig indiskutabel. Eine spanische Firma wollte sogar für 20 Jahre die weltweiten Rechte an der Scheiben haben, ohne uns einen müden Cent...

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