RH #211Krach von der Basis

YYRKOON

Immer rein ins Bein! - Krach von der Basis

Mit ihrem Drittwerk „Occult Medicine“ haben die französischen Hopefuls YYRKOON endgültig zum Death Metal gefunden. Vergessen sind die schwarzmetallischen Anfänge und keyboardschwangeren Konzeptalben. Sänger und Gitarrist Stephane kämpfte sich tapfer durch die Tücken seines ersten nicht-französischen Interviews.

Melodischer Death Metal mit genialen Twin-Guitar-Attacken und dazu eine Anatomiezeichnung auf dem Backcover - der Vergleich mit Carcass drängt sich ja geradezu automatisch auf.

»Ja, aber bei uns steht der Gore-Faktor eher im Hintergrund. Wir sind ja auch keine Medizinstudenten, wie Carcass es waren, sondern mehr an einer Horroratmosphäre interessiert, wie sie zum Beispiel H.P. Lovecraft bei „Reanimator“ geschaffen hat. Auch „Frankenstein“ diente uns als Vorbild für „Occult Medicine“.«

Kein Mitglied von Carcass hat jemals Medizin studiert. Das war nur ein PR-Gag.

»Echt? Das enttäuscht mich jetzt. Aber wie gesagt: Textlich haben sie uns eh nicht allzu sehr beeinflusst.«

Dafür musikalisch umso mehr. Vor allem die Gitarrenwand von Stephane und seinem Kumpel Jeff kann sich mit den Vorbildern messen.

»Wir sind sehr unterschiedliche musikalische Charaktere. Ich bevorzuge mehr die brutale Seite, während Jeff eher clean spielt.«

Also bist du der Morbid-Angel-Typ und er der traditionelle Maiden-Freak?

»Nein. Jeff fährt total auf Morbid Angel ab, und ich gehe in der Art von Napalm Death zu Werke. Seit unserer Gründung 1995 sind wir immer einen Ticken brutaler geworden....

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