RH #210Interview

FRONTSIDE

Saufen für Europa

Gerade als man dachte, dass unsere polnischen Nachbarn nur noch Black/Death-Geholze und Gothic-Geseier zustande kriegen, scheppern FRONTSIDE einen brutalst Arsch tretenden, aber stilistisch schwer einzuordnenden Bastard namens „Forgive Us Our Sins“ in die Regale.

Gitarrist Demon, im bürgerlichen Namen auch als Mariusz bekannt, ist auf sein neues Album stolz wie Oskar: »Wir sind superhappy mit der Platte. Wenn du wüsstest, wie wenig Geld die Produktion gekostet hat und wie die Bruchbude aussah, in der wir aufgenommen haben, würdest du dich wundern, dass die Scheibe so fett klingt. Wir haben uns echt den Arsch aufgerissen.«

...und einen Kracher eingetütet, der Extrem-Metal und Hardcore verbindet, ohne nach dem ganzen gleichgeschalteten Metalcore-Zeux zu klingen, das der Rest der Szene zurzeit fabriziert.

»Ich kann selbst nicht sagen, ob wir eher Hardcore oder Metal sind«, windet sich der 28-Jährige aus möglichen Stilschubladen. »Wir lieben einfach ehrliche Musik. Egal, ob das Suicidal Tendencies, Cro-Mags, Morbid Angel, Danzig, Anthrax oder wer auch immer ist. Ich ziehe mir alles rein, was auf den Markt kommt. Ich höre 24 Stunden am Tag Musik. Sie ist mein Leben.«

FRONTSIDE, die übrigens keine weitere Truppe mit einem Kriegsfaible sind, sondern sich nach einem Skateboard-Trick benannt haben, ackern bereits seit 1993 durch die Szene, konnten bislang international allerdings kein Bein auf den Boden bekommen und sehen dafür nicht zuletzt ihre Herkunft als Ursache.

»Vader und...

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