RH #210Interview

VADER

Diktator auf Panzerfahrt

Sich als belächelte Exoten bis in die europäische Death-Metal-Elite hochzukämpfen, war ein langer Weg für VADER. Doch mit „The Beast“ zementiert die Band um Piotr „Peter“ Wiwczarek (g./v.) ein weiteres Mal ihre Ausnahmestellung in der Szene.

Im Akkordtempo hämmern die vier Polen ihre Platten unters hungrige Volk und touren sich den Arsch ab. VADER kennen inzwischen weltweit jede Steckdose in- und auswendig und haben eine ellenlange, gutklassige Discografie vorzuweisen.

»Wir sind halt Profis«, stellt Peter selbstbewusst klar. »Wir müssen einfach aktiv sein. Live zu spielen, ist das Beste überhaupt. Und wenn wir mal nicht touren, nehmen wir eine CD auf. Es war immer unser Traum, von der Musik zu leben und uns nur auf sie zu konzentrieren. Dieser Traum ist wahr geworden.«

Er hat allerdings auch seine Schattenseiten.

»Eigentlich sollte ich zurzeit im Krankenhaus liegen. Ich habe irgendwas am Rücken, das operiert werden muss. Aber das würde mich einen Monat außer Gefecht setzen, also muss es warten. Ich werde die nächste Tour halt unter Schmerzen durchziehen.«

Ihr werdet wohl langsam zu einer wandelnden Krankenstation. Dein langjähriger Drummer Doc ist ja gerade komplett ausgefallen.

»Leider. Wir sind im Februar für „The Beast“ ins Studio gegangen. Doc war gerade dabei, sein Schlagzeug aufzubauen, hatte also noch nicht eine einzige Note eingespielt. Da ist er mit einem Glas in der Hand eine Treppe runtergefallen, hat sich die rechte Hand gebrochen und beide Handflächen...

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