RH #206Interview

H-BLOCKX

Elf Kilo Bauchmusik

Lange Zeit sah es so aus, als ob die H-BLOCKX am Ende wären. Doch nun kehren sie wie Phönix aus der Asche zurück und liefern mit „No Excuses“ ein enorm starkes Album ab, das vor Spielfreude nur so strotzt und die Münsteraner erwachsener denn je präsentiert. Im Gespräch charmant-amüsant wie immer: Sänger Henning Wehland.

Zunächst gilt es, die Probleme der letzten beiden Jahre aufzuarbeiten. Da vergeht selbst dem bestens aufgelegten Frontmann kurz das Lachen.

»Wir alle hatten totalen Businessfrust. Der Ärger ging schon bei unserem dritten Album „Fly Eyes“ los, vor dessen Veröffentlichung bei der BMG die für uns zuständigen Leute wechselten. Von den neuen hatte niemand große Lust, sich um uns zu kümmern, so dass die Scheibe ziemlich unterging. Zur Ablenkung haben wir dann unsere Fühler gen Amerika ausgestreckt und dort die Vans-Warped-Tour gespielt. Die Resonanzen waren super, aber mitten in der viel versprechenden Aufbauarbeit ging unser US-Label Pleite. Entsprechend desillusioniert kamen wir zurück und setzten alle unsere Hoffnungen in den neuen Deal mit G.U.N.-Records. Doch auch der erwies sich nicht als der erhoffte Volltreffer. Wir sind zugegebenermaßen keine pflegeleichte Band, sondern haben unseren eigenen Kopf. Dementsprechend lassen wir uns nur ungern in unsere Musik und unsere Außendarstellung reinreden. Das führte zu Konflikten. Gudze wollte nicht mehr endlos mit dem A&R über die Songs diskutieren, sondern einfach welche schreiben. Und Videos mit nackten Frauen wollte er auch keine mehr drehen. Ab einem gewissen Punkt war er so genervt, dass er keinen Bock mehr auf das ganze Business und somit auch auf die Band hatte.« ...

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