RH #203Interview

KARELIA

Der Chormeister ist ratlos

Aus dem Elsass kommen KARELIA, die Metal und Klassik verbinden. Mit „Usual Tragedy“ konnten sie eine musikalisch gefällige Debütscheibe abliefern, die noch dazu als Konzeptalbum angelegt ist.

»Wenn wir nur nach Stratovarius, Nightwish und Therion klingen würden und nichts Eigenes zu bieten hätten, dann müsste ich KARELIA als gescheitert bezeichnen«, ist Sänger Matthieu Kleiber über meine einleitenden Vergleiche mit anderen Classic-Metal-Bands nicht wirklich erfreut. Wobei es aber gar nicht so schlimm ist, mit den Granden des Genres über einen Kamm geschoren zu werden - noch dazu wenn man ein stimmlicher Zwillingsbruder von Timo Kotipelto ist.

»Du hast Recht, dass meine hohe Stimme der von Kotipelto ähnelt. Meine tiefen Parts habe ich aber eher an Fernando Ribeiro von Moonspell angelehnt. Viele Leute glauben, dass zwei verschiedene Sänger auf „Usual Tragedy“ zu hören sind. In Japan kam die Scheibe schon früher heraus, und alle Journalisten haben mich nach dem zweiten Sänger gefragt.«

Demselben Irrglauben bin auch ich verfallen und habe im Review von „Usual Tragedy“ die tiefen Parts dem im Booklet angegebenen Bass-Sänger Julien Belle zugeschrieben.

»Nein, er hat nur bei den Chorparts gesungen. Die Lead-Parts gehen alle auf mein Konto. Ich setze meine hohe Stimme ein, um den Metalfans einen Anhaltspunkt bei KARELIA zu geben, während die Tiefe die Gothic-Fraktion ansprechen soll. Mich nur auf einen Aspekt zu konzentrieren, wäre mir ehrlich gesagt zu eindimensional. Während...

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