RH #201Tourtagebuch

MACHINE HEAD

Frankenstein ist schwul

Ohne US-Plattenvertrag, dafür aber mit dem Vorhaben, Europas Konzerthallen niederzuwalzen, begaben sich MACHINE HEAD im Herbst letzten Jahres auf Tournee. Wir begleiteten den Oakland-Vierer für ein paar Tage auf seinem Trip durch Deutschland und trafen auf schnarchende Bassisten, schwule Stoffpuppen, armdrückende Roadies, Kakao trinkende Country-Fans und schlechte Stagediver.

Spinal Tap und Armdrücken

 

»Die Jungs hätten schon vor mehr als einer Stunde hier sein müssen. Wer weiß, wo dieser verfluchte Bus schon wieder rumkurvt«, grummelt der sichtlich ungeduldige Fahrer des MACHINE HEAD-Equipment-Trucks in der Münchner Nachmittagssonne. Wenige Minuten später hält der von den Roadies und der Hallen-Crew sehnlichst erwartete Bandbus aber doch endlich vor den Georg-Elser-Hallen.

Phil Demmel ist der Erste, der versteckt unter einem Kapuzenpulli aussteigt und in den Backstagebereich spaziert. Ihm folgt Bassist Adam Duce, der zur Begrüßung seinem Ärger über einen Verriss im britischen „Kerrang!“-Magazin Luft macht und zur eigenen Besänftigung erst mal das in der Backstage-Küche aufgebaute Essen inspiziert. Auch Schlagzeuger Dave McClain scheint vom kulinarischen Angebot der Georg-Elser-Hallen angetan zu sein und kippt einen Kakao nach dem anderen runter. Schließlich taucht auch Bandboss Robert Flynn auf, der allerdings sofort für Pressetermine eingespannt wird und in einer der vielen Garderoben verschwindet.

Währenddessen ist die Crew mit dem Aufbau der Bühne beschäftigt. Ganz...

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