RH #201Interview

AC/DC

Vollgas bis zum Umkippen

Das letzte Jahr stand für AC/DC vor allem im Zeichen der Retrospektive. Nahezu der komplette Backkatalog wurde in remasterter und neu verpackter Form wiederveröffentlicht, und obendrauf packte man mit der „Live At Donington“-DVD die Dokumentation eines denkwürdigen ´91er-Konzerts. Unser holländischer Aardschok-Kollege Robert Haagsma unterhielt sich mit Angus & Co. wenige Stunden vor ihrem Auftritt im Londoner Hammersmith Apollo über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des ewig jungen Lausbuben-Clans.

Mit den AC/DC-Jungs zu sprechen, ist beinahe so unterhaltsam, wie sie spielen zu sehen. Obwohl, sprechen? Die Rhythmusabteilung, Bassist Cliff Williams und Drummer Phil Rudd, tut sich vor allem durch Schweigen hervor. Das Duo fixiert einen Punkt im Raum, den niemand sonst interessant findet, und scheint damit zufrieden zu sein, so gut wie nichts zur Konversation beizusteuern. Das Wort führt vor allem Sänger Brian Johnson, der nicht nur wie ein raubeiniger Marktschreier aussieht, sondern auch so redet. Aus irgendeinem Grund kommt er auf das strahlende Wetter während des Donington-Auftritts 1991 zu sprechen:

»Wenn wir draußen spielen, scheint fast immer die Sonne. Außer in der Schweiz. Fuck ´em, haha!«

Auch Lead-Gitarrist Angus Young kramt die eine oder andere Anekdote hervor. Sein Bruder Malcolm versucht sich ebenfalls am Gespräch zu beteiligen, aber jeder Kalauer entgleist ihm vorzeitig, weil er den Faden verliert und sich vor Lachen über seine misslungenen Scherze beinahe...

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