RH #201Interview

PLACE OF SKULLS

Vom Saulus zum Paulus

PLACE OF SKULLS um Ex-Pentagram-Gitarrist Victor Griffin sind die größte Doom-Entdeckung der letzten Jahre und haben besonders mit ihrem überragenden Debüt „Nailed“ (2002, Southern Lord Records) Maßstäbe gesetzt. Der Nachfolger „With Vision“ ist zwar nicht ganz so stark ausgefallen, präsentiert aber einen gewissen Wino als zweiten Gitarristen und Sänger.

Und genau hier liegt das Problem: Ex-Obsessed/Saint-Vitus/Spirit-Caravan-Legende Wino ist ein dermaßen charismatischer Frontmann und Musiker, dass er jeder Band, bei der er mitwirkt, sofort seinen persönlichen Stempel aufdrückt. Als er bei Saint Vitus einstieg, erhielten die kauzigen Doom-Punks eine unüberhörbare Obsessed-Schlagseite, und Spirit Caravan wiederum klangen mitunter wie eine Fortsetzung von Winos alter Stammband. Sein jetziges Betätigungsfeld The Hidden Hand hat bedeutend mehr als nur den Frontmann mit Spirit Caravan gemeinsam...

PLACE OF SKULLS, die auf „Nailed“ noch lupenreinen Metal-Doom der alten Pentagram/Trouble-Schule gespielt hatten, sahen sich auf „With Vision“ plötzlich mit psychedelischen Blues-Einflüssen, die in erster Linie auf Winos Gitarre basieren, konfrontiert. Nicht, dass das schlecht wäre - aber für die Fans wäre es vielleicht reizvoller gewesen, wenn sich Wino auf The Hidden Hand konzentriert und Victor PLACE OF SKULLS stilistisch „rein“ gehalten hätte.

»So drastisch sehe ich den Unterschied zwischen unseren beiden Alben nicht«, wundert sich Victor am Telefon. »Sicher, wir haben jetzt zwei...

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