RH #200Lauschangriff

FEAR FACTORY

Bulldozer und Käsekuchen

Totgeglaubte leben länger! Nach dem durchwachsenen letzten Longplayer „Digimortal“ und akuten Spannungen vor allem zwischen Gitarrist Dino Cazares und Frontmann Burton C. Bell, die im Ausstieg des Sängers gipfelten, schienen sich die Tore der Angstfabrik im Frühling 2002 für alle Zeiten zu schließen. Zumal nach dem Split der Band, die einst mit dem Cyber-Thrash-Epic „Demanufacture“ die Metal-Welt revolutioniert hatte, eine in aller Öffentlichkeit ausgetragene verbale Schlammschlacht zwischen Cazares und Drummer Raymond Herrera folgte.

Doch Pustekuchen! Anderthalb Jahre später sind FEAR FACTORY wieder voller Tatendrang und hecken in den famosen Rumbo-Studios, wo die langen Korridore mit Gold- und Platin-Auszeichungen für Klassiker wie „Appetite For Destruction“ tapeziert sind und Axl Rose zuletzt bei einem dreijährigen Daueraufenthalt mehrere Millionen Dollar an Miete liegen ließ, ihr erstes Opus der Post-Cazares-Ära aus.

Seit knapp einem Monat schuftet das Trio inzwischen mit Engineer Ken Marshall, der sich vor allem durch seine Arbeiten mit Skinny Puppy und Remix-Geschichten für Deftones bis Linkin Park einen Namen gemacht hat, an den insgesamt 14 Songs für „Archetype“. Drums, Bass, und Gitarren sind komplett im Kasten. Es fehlen nur noch die Vocals von Burton, der sich heute am neunten Stück die Zähne ausbeißt (»Ich singe seit acht Tagen ohne Unterbrechung - ich bin total schlapp und brauche dringend eine Pause!«), und die Keyboard- und Sample-Farbtupfer, an denen der...

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