RH #200Interview

YAT-KHA

Tuwa-Rock mit dem Mongolen-Hendrix

Die wohl ungewöhnlichste Band der letzten Jahre heißt YAT-KHA. Die Musiker kommen aus Tuwa, einer Republik an der Grenze zur Mongolei, und mixen die verrückt anmutende Folklore ihres Landes mit westlicher Hardrock-Musik. Der 37-jährige Bandkopf Albert Kuvezin - Punk, Dröhnstimme und Nomade in einer Person - entführt uns in die asiatische Steppe und weiht uns ein in die Geheimnisse des Kehlkopf-Obertongesangs.

Albert, ist es ein merkwürdiges Gefühl für dich, einem Magazin ein Interview zu geben, das sich vorrangig mit Heavy Metal befasst?

»Nein, denn ich habe mich auch schon mit Journalisten von englischen Rockmagazinen unterhalten. Hardrock ist seit meiner Jugend meine große Liebe. Allerdings seid ihr das erste deutsche Rockmagazin, das sich für YAT-KHA interessiert.«

Wie ging es mit YAT-KHA los? Wie findet ein Musiker aus einem Nomadenland auf die Bühnen der europäischen Großstädte?

»Vor dem Zweiten Weltkrieg war Tuwa ein autonomer Teil der Mongolei, nach dem Krieg fiel unser Land an die Sowjetunion. Also hatten wir plötzlich kommunistische Verhältnisse, unter denen auch die unabhängige Kunst leiden musste. Bereits als Teenager begann ich, Folklore mit Punk und Hardrock zu mixen. Hinzu kam der sogenannte Kehlkopf-Obertongesang. Wir durften nirgendwo auftreten, da die Kommunisten versuchten, alle alten Traditionen - inklusive unserer vom Buddhismus beeinflussten Religion - zu unterbinden. Also spielten wir heimlich in kleinen Clubs oder in Privatunterkünften. Als...

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