RH #199Tourtagebuch

ARCH ENEMY, NEVERMORE

Verschnupfte Sänger & göbelnde Gitarristen

Was für ein Package: Die „Feinde der Realität“ treffen auf den „Erzfeind“ und legen gemeinsam europäische Konzerthallen in Schutt und Asche. Doch während die Tour für die Seattle-Metaller NEVERMORE ein bedingungsloser Triumphzug wird, hat die deutsch-schwedische Freundschaft ARCH ENEMY leider vor allem mit widrigen Umständen zu kämpfen. Wir klinkten uns für drei Tage ins Tourgeschehen ein.

Jesus zupft den tiefen Darm

 

So ziemlich das Erste, was ich bei meiner Ankunft zu hören bekomme, ist, dass ARCH ENEMY heute nicht spielen werden. Genauer gesagt meint NEVERMORE-Basser Jim Sheppard beim Blick auf einige bereits vor dem Club wartende Fans mit spitzbübischem Grinsen: "Ob die wohl schon wissen, dass ARCH ENEMY nicht auftreten?" Da er diesen Spruch im Laufe des Nachmittags noch des Öfteren wiederholt, halte ich das Ganze für eine Art Running-Gag und frage nicht weiter nach. Zumal Jim - neben Sänger Warrel Dane - ohnehin der größte Scherzbold der Truppe zu sein scheint. Nicht umsonst wird ihm für die Dauer dieser Tour der Spitzname Jim Panse verpasst, was schnell ausgesprochen verdächtig nach einer bekannten und bekanntermaßen verspielten Affenart klingt. Irgendwann dämmert dann auch meiner Wenigkeit, dass die Sache mit ARCH ENEMY wohl doch kein Gag ist, zumal statt zwei Tourbussen lediglich ein Gefährt vor der Batschkapp steht. Fakt ist, dass ARCH ENEMY auch schon die Show am Vortag in Hamburg canceln mussten, weil Sängerin Angela Gossow große Probleme mit ihrer Stimme hatte. An einen Auftritt war nicht zu denken, und während sich der NEVERMORE-Bus auf den Weg nach Frankfurt machte, blieb Angela samt Bandkollegen in Hamburg und konsultierte dort einen Arzt. Die niederschmetternde Diagnose: Laryngitis, sprich eine Entzündung der Kehlkopfschleimhaut und der Stimmbänder. An Singen bzw. kraftraubendes Brüllen in verrauchten Clubs ist da zunächst nicht zu denken. ...

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