RH #199Interview

SEVENDUST

Superhelden ohne Arme

Zwei „Dynamit“-Scheiben in nur vier Monaten – das muss SEVENDUST erst mal jemand nachmachen! Nachdem die Band Deutschland lange Zeit vernachlässigt hat, legt sie sich jetzt umso mehr ins Zeug und hat mit ihrem neuen Geniestreich „Seasons“ sehr gute Karten, das Feld von hinten aufzurollen. Drummer und Sprachrohr Morgan Rose gibt schon mal verbal Vollgas.

Nicht nur wegen des Kunststücks, in so kurzer Zeit gleich zweimal einen Volltreffer zu landen (wobei das Timing an der verspäteten Deutschland-Veröffentlichung des Vorgängeralbums „Animosity“ lag), sind SEVENDUST eine besondere Band. Auch musikalisch nimmt das amerikanische Quintett mit seiner schlüssigen Mischung aus Old- und Nu School sowie den souligen Power-Vocals seines schwarzen Sängers Lajon Witherspoon eine Ausnahmestellung ein. Und nicht zuletzt heben sich die sympathischen Musiker auch mit ihrer bodenständigen, ehrlichen Art wohltuend von so manch anderen Dicke-Hose-Posern (Fred Durst ist nur ein negatives Beispiel von vielen) ab. Angesichts der Einstellung der kumpelhaften Typen überrascht das betont schlichte Cover, das lediglich ein stilvolles Bandfoto in Schwarz-Silber zeigt, nicht weiter.

»Uns geht es bei diesem Album noch mehr um die Musik als bisher«, betont Morgan. »Das neue Material bringt all unsere Stärken auf den Punkt und ist die ultimative Essenz von SEVENDUST. Deswegen wollten wir nicht mit irgendwelchen Images von der Musik ablenken und haben einfach unsere hässlichen Visagen (Nanana, nicht...

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