RH #198Interview

LIVING COLOUR

Demos vom Piratensender

Mit ihrer furiosen Fusion aus Rock, Funk, Blues und Jazz zählten LIVING COLOUR Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger zur Speerspitze der Crossover-Bewegung. Nach drei regulären Alben, einer EP und einer Best-of-Kopplung löste sich die Band jedoch 1995 auf. Nun wagt sie mit „CollideOscope“ einen zweiten Anlauf. Sänger Corey Glover und Gitarrist Vernon Reid verraten, warum.

Das Ende von LIVING COLOUR hinterließ seinerzeit viele Fragen. Die Band war kommerziell erfolgreich und genoss sowohl bei Musikerkollegen als auch in der Presse höchstes Ansehen. Auch für Vernon ist der eigentliche Grund immer noch etwas nebulös. Unterm Strich scheinen wohl Kommunikationsprobleme untereinander zum Split geführt zu haben:

»Es machte einfach keinen Spaß mehr. Die Vibes waren nicht mehr so gut wie früher, und das ganze Drumherum abseits der Musik war eine Qual. Wir redeten nicht mehr darüber, was passierte, und irgendwie schleppte jeder sein eigenes Problempäckchen mit sich herum. Es fühlte sich einfach nicht mehr gut an. Obwohl wir alle wussten, was wir an der Band hatten, gab es daher keine andere Möglichkeit, als sie aufzulösen.«

Drummer Will Calhoun schnappte sich nach dem Split erst mal seinen Reisepass und besuchte ferne Länder. Als Mitglied von Wayne Shorters Tourband kam er nach Russland, in Australien lebte er zusammen mit einer Aborigines-Familie in der Wildnis und studierte deren Stammesmusik, und in Marokko erforschte er die Trance-artigen Klänge der Gnawan-Musik.

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