RH #198Interview

HAREM SCAREM

Rosige Aussichten

Neue Alben von HAREM SCAREM bieten vor allem eines: Melodic-Rock, der nicht danach klingt. So auch bei der neuen Scheibe „Higher“. Der Hookline-Sahnehappen mit reichlich Power-Pop-Appeal begeistert von der ersten bis zur letzten Minute.

Es ist erstaunlich und in hohem Maße ungerecht: Über zehn Jahre kam die Karriere der kanadischen Passionsrocker HAREM SCAREM nicht richtig in die Gänge. Außerhalb Japans gab es für die sympathische Band um das Kreativduo Harry Hess (v.) und Pete Lesperance (g.) nie wirklich viel zu holen - zumindest in den Augen ihrer langjährigen Plattenfirma.

Bis heute ignorieren Warner den enormen Kultstatus, den die Band in vielen Teilen der Rockwelt genießt, und praktizieren eine erschreckend konsequente Veröffentlichungspolitik. Wer hier zu Lande seine CD-Sammlung mit diversen Perlen des Quartetts aufwerten möchte, muss tief in die Tasche greifen. Denn während das CD-Sortiment von HAREM SCAREM schnell zum Blickfang eines jeden japanischen Plattenladens mutierte, blieb den Fans in Amerika und vor allem Europa nur der Weg zum teuren Importhändler. Um die 100.000 Einheiten setzten HAREM SCAREM bis vor zwei Jahren von ihren stolzen 27 Veröffentlichungen in Europa ab. Eine magere Summe, könnte man meinen. Letztlich aber eher ein Indiz für eine feste Fanbasis, die sich ihre geliebten HAREM SCAREM trotz nicht stattfindender Tourneen, schwer zugänglicher Alben und sporadischer Pressepräsenz nicht totschweigen lässt.

Seit gut einem Jahr aber geht nun auch in...

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