RH #198Interview

BILLY TALENT

Mäuse auf Crack

Diese Band wird groß! Sehr, sehr groß! Was die Kanadier BILLY TALENT auf ihrem Debüt-Longplayer verzapfen, ist eine der Überraschungen des Jahres. Schubladen greifen bei dem Quartett nicht. Aber wer sich eine gradlinigere Version von At The Drive-In vorstellen kann, liegt zumindest tendenziell richtig.

Auf dem selbstbetitelten Majorlabel-Album folgt Hit auf Hit. Mitreißende Melodien und filigranes, aber dennoch enorm kraftvolles und vielseitiges Riffing werden mit einer ungewöhnlichen Emotionalität verbunden. Dabei halten sich Underground-würdige Integrität und Mainstreamigkeit dermaßen perfekt die Waage, dass BILLY TALENT in kürzester Zeit in diversen Szenen zu Superstars avancieren werden.

Schon vor der Veröffentlichung dieses Meisterwerks stellten sich die Herren in Europa live vor und gaben eine imposante Visitenkarte ab. Nicht nur der hochenergische instrumentale Unterbau, auch die teils mehrstimmigen Vokal-Arrangements wurden perfekt umgesetzt, da neben Lead-Sänger Benjamin Kowalewicz auch Gitarrist Ian D´Sa und Basser Jon Gallant über ähnlich charakteristische, hohe Stimmen verfügen und das Ganze zuweilen wie ´ne Horde Micky Mäuse auf Crack klingen ließen.

»Wir spielten auf einigen großen Festivals früh morgens als Wecker für die Leute. Dann sind sie wenigstens noch nicht besoffen«, strahlt Frontmann Ben. »Es war ein tolles Erlebnis. Wir waren zuvor noch nie in Europa. Weder als Band noch privat. Das konnten wir uns beim besten Willen nicht leisten.«

Und der etwas...

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