RH #197Interview

ADEMA

Schlagkräftige Papas

Obwohl schon reichlich vergilbt und abgegriffen, trägt die aktuellste Schublade im Regal der Hartwurstszene immer noch das Schildchen „Nu Metal“. Seit einem knappen Jahrzehnt hat es keine Band mehr geschafft, mit innovativen Neuerungen für Furore zu sorgen. Und sei der Hut auch noch so alt und der Kaffee noch so kalt - solange die Muse den Schöpfer verschmäht, solange wird (meistens vergebens) versucht, an dem Schaffen der Vordenker zu partizipieren. (Ach du Scheiße. Himmelstein dichtet... - Red.)

Selbst die Erfahrungen von knapp sechs Jahrzehnten Rock- und Popmusik schrecken die wenigsten ab, ihr Glück in der eigenen Interpretation von Bewährtem zu suchen. Und den wenigsten gelingt es, sich zumindest die Rosinen aus den gängigen Rezepten zu picken. ADEMA gehören zu diesen vereinzelten Exemplaren. Sie verzichten nicht nur auf die polarisierenden, dissonanten Gitarren und den extrem dynamischen Gesang; sie haben auch noch das Glück, mit einer Ikone der Szene in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu stehen und somit von vornherein für Gesprächsstoff zu sorgen.

Allerdings glaubt ADEMA-Sänger Mark „Marky“ Chavez nicht, dass der Erfolg des selbstbetitelten Debüts (knapp eine Million verkaufte Einheiten in den USA) im direkten Zusammenhang mit der Tatsache steht, dass er der Halbbruder von Korns Jonathan Davis ist. Auf der anderen Seite hat er aber auch kein Problem damit, seit gut zwei Jahren in jedem Interview auf diesen Umstand angesprochen zu werden.

»Jonathan ist halt...

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