RH #196Interview

WINO

Gott hat wieder Bock!

Was Lemmy für den Rock´n´Roll und Rob Halford für den Metal ist, das ist Scott „Wino“ Weinrich für den Doom: Gott. Und Gott hat sein Leben in den letzten Jahren ziemlich drastisch umgekrempelt.

Dass Wino keine harten Drogen mehr nimmt und kaum noch trinkt, ist ein alter Hut. Dass er jede freie Minute dazu nutzt, spirituelle Literatur zu verschlingen, ist aber ebenso neu wie sein aktuelles Bandprojekt THE HIDDEN HAND, das Spirit Caravan ablöste.

»Mit Spirit Caravan wäre noch einiges möglich gewesen, wenn meine Kollegen ernsthaft ambitionierte Musiker gewesen wären«, erzählt Wino enttäuscht. »Das letzte Bandmeeting endete im Streit, weil meine Mitmusiker besoffen waren und keinerlei Ehrgeiz zeigten, technisch besser zu werden. Sechs Jahre meines Lebens habe ich verschwendet. Ich war so frustriert, dass ich sogar daran gedacht habe, ganz einzupacken.«

Ach, hör auf!

»Doch, das ist mein voller Ernst. Erst mein Kumpel Bruce (Falkinburg, Bassist und Co-Sänger von THE HIDDEN HAND - Red.) hat mich wieder auf den richtigen Weg gebracht. Er ist ein cooler, intellektueller Punkrocker, der mir viele wichtige Lesetipps gegeben hat und mit dem ich wunderbar philosophieren kann. Wir unterhalten uns über spirituelle Themen, Religion, Sprache oder Ähnliches und nicht über Sex, Drugs & Rock´n´Roll.«

Hat Gott etwa Gott entdeckt?

»Nein, ich bin kein Bibel-Freak geworden«, lacht Wino. »Im Gegenteil: Ich hasse organisierte Religionen wie die Pest. Aber mich interessiert die Philosophie, die...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen